Die Hauptorgel des Magdeburger Domes
wurde im Jahre 2008 vollendet und
eingeweiht,
nach dem die große Westempore seit der Zerstörung der Röver-Orgel von 1906 1945 bei einem Luftangriff mehr als 60 Jahre leer gestanden hatte. Sie ist von Schuke Orgelbau (Werder a.d. Havel) erbaut worden, verfügt über 93 Registern auf vier Manualen und Pedal, ist im romantisch-sinfonischen Stil und ist von vielen führenden Organisten sehr gelobt worden wegen ihres breiten, warmen Klanges.
Die "Paradiesorgel", ebenfalls von Schuke 1970 fertiggestellt, war 38 Jahre lang die einzige Orgel im Dom. Mit ihren 38 Registern konnte sie nie den großen Raum klanglich beherrschen, vor allem nicht von ihrer ungünstigen Position im nördlichen Querhaus, aber sie stellt ein bemerkenswertes Zeugnis des neobarocken Orgelbau in der DDR da. Wünschenswert wäre der Nachbau des Gehäuse aus besseren Materialien; ebenso werden die gefährdeten Prospektpfeifen ersetzt werden müssen. Obwohl sie nun ein wenig im Schatten ihrer großen Schwester ihr Dasein fristet, wird sie weiterhin gepflegt genutzt und geliebt.
Im Oktober 2011 wird nach mehr als einem Jahrzehnt währenddessen die Domgemeinde sich mit einer digitalen Orgel im Remter zufrieden geben musste, wird auch in diesem schönen Raum einer neuen Orgel eingeweiht. Sie wird von der Firma Glatter-Götz Orgelbau (Owingen) gebaut unter klanglicher Mitarbeit von Manuel Rosales (Los Angeles). Sie erhält 22 Registern (darunter einige Transmissionen und Extensionen) auf 2 Manualen und Pedal und ist klanglich so konzipiert, um die mitteldeutsch Barockmusik besonders zu bevorzügen, ohne dass sie eine Stilkopie darzustellen versucht.

