Anläßlich seines 800. Jubiläums präsentieren wir – parallel zu Ausstellung "Aufbruch in die Gotik" d es kulturhistorischen Museums – vom 23. August-18. November eine Altarausstellung im Magdeburger Dom. Ins Licht gerückt werden alle historischen Altäre, die von den ursprünglich 48 Altären im Mittelalter noch im Dom verblieben sind. Bis auf zwei – den Liturgiealtar und den Hochaltar im Hohen Chor – werden die Altäre liturgisch nicht mehr genutzt, seit sie mit der Reformation ihre Funktion verloren haben. Doch strukturieren sie den Innenraum des Domes bis heute und orientieren den, der den Raum betritt wie von selbst nach Osten, zum Licht hin, auf Gott hin.
Die Altäre, deren Retabeln (Aufsätze) noch erhalten sind, werden dank großzügiger Förderung des Landes Sachsen-Anhalt und Lotto-Toto frisch restauriert anzusehen sein. Auf den Altären, die keine Aufsätze mehr tragen oder niemals getragen haben, können Sie zeitgenössische Kunstwerke im Dialog mit den Altären betrachten. Sie stellen die Frage des Altars als Ort der Gottesbegegnung in unserer Gesellschaft. Die Schöpfer dieser Kunstwerke sind in Sachsen-Anhalt beheimatet; ihre Betrachtungen entstammen unserem atheistisch geprägten Kontext. Sie beginnen somit ein Gespräch zwischen Christen und Konfessionslosen über Gegenwart oder Abwesenheit Gottes und die Frage nach dem Sinn, die sich daran knüpft. Besonderer Bestandteil der Ausstellung ist der durch ein Projekt der Kunststiftung Sachsen-Anhalt gestaltete Liturgiealtar im Mittelschiff des Domes.
Es liegt vielleicht nicht auf der Hand, sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen – wer es aber tut, ob Christ oder Atheist, wird es mit großem Gewinn tun. Die historischen Altäre sind Kleinode mittelalterlicher Skulpturkunst und Malerei. |
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Vorträge
28. Aug. 2009, 19.30 Uhr: Martin Günther: “Die Heiligen im Dom und ihre Altäre”
13. Sept. 2009, 19.30 Uhr: Dr. Annegret Laabs: “Das Retabel als Schaufenster zum göttlichen Heil”
17. Okt. 2009, 19.30 Uhr: Dr. Benita Joswig: "Was macht einen Tisch zum Altar?”
14. Nov. 2009, 19.30 Uhr: Dr. Friedrich Weltzien: “Altarästhetik.
Der Altar und die zeitgenössische Kunst” |